Bürgerbrief – Gemeinsam die Krise bewältigen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Corona-Virus bestimmt meine Arbeit seit nun mehr als einer Woche. Täglich überschlagen sich die Ereignisse, und mein Team im Rathaus und ich haben schwierige Entscheidungen zu treffen. Mir geht es wie sicher vielen unter Ihnen. Noch nie habe ich so eine Situation, so eine Krise erlebt. Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, mussten die Bundes- und die Landesregierung aber auch wir als Kommunalverwaltung Maßnahmen ergreifen, die noch vor Wochen unvorstellbar gewesen wären. Das öffentliche Leben ist fast vollständig zum Stillstand gekommen, kommunale Gebäude und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, Geschäfte haben ihren Betrieb einstellen müssen. Die Wirtschaft ächzt unter den Auswirkungen des Corona-Virus. Die Bundes- und Landesregierung werden Hilfsprogramme auflegen und unseren lokalen Handel und die Gastronomie nicht im Regen stehen lassen. Ich werde mich für unsere Gewerbetreibenden in der Landes- und Bundespolitik stark machen.

Von links: Gregor Hinsberger, Dennis Warken, Volker Weber, Henrik Nagel

Täglich sitze ich mit meinem Krisenstab zusammen und tausche mich mit meinem Bürgermeisterkollegen und dem Stab für besondere Ereignisse des Landkreises aus. Lange haben wir Anfang der Woche darüber beraten, wie wir eine Notbetreuung an unseren Kinderbetreuungseinrichtungen organisieren können. Das war natürlich keine leichte Entscheidung. Ich weiß wie schwierig die Situation für berufstätige Eltern und vor allem Alleinerziehende zurzeit ist. Aus Gründen des Infektionsschutzes müssen wir aber die Notbetreuungsgruppen klein halten und unsere Kapazität ist darum sehr begrenzt. Daher haben wir sorgsam anhand der Kriterien der Landesregierung ausgewählt. Wir sind sehr froh, dass die Eltern sehr besonnen mit der Situation umgehen und viele zurzeit eigene Lösungen für ihre Kinderbetreuung gefunden haben.

Überwältigt bin ich von der großen Hilfsbereitschaft in der Krise. Viele unserer Mitbürger zeigen sich sehr solidarisch und machen bei unserem frisch ins Leben gerufenen Corona-Helferdienst mit. Die Freiwilligen, die wir über das Jugendbüro Marpingen und unserer Ortvorsteher organisieren, kaufen beispielsweise für Menschen unter Quarantäne oder Risikopatienten ein und haben auch sonst ein offenes Ohr für Hilfsbedürfte Menschen in der Gemeinde. Es macht mich sehr stolz, dass sich schon in den ersten 24 Stunden der Initiative über 50 Freiwillige bei uns gemeldet haben. Wenn Sie Hilfe benötigen, melden Sie sich bei unserem Jugendbüro oder den Ortsvorstehern. Die Telefonnummern des Helferdienstes finden Sie im Innenteil.

Bürgermeister Volker Weber und das Team vom Helferdienst: Vanessa Kurz, Alisa Müller, Réka Klein

Die Türe ist zwar geschlossen, aber das Rathaus arbeitet weiter. Ich musste den Publikumsverkehr seit Donnerstag einschränken. Die Gemeindeverwaltung nimmt aktuell wichtige Funktionen wahr, die durch regen und nicht wirklich nötigen Publikumsverkehr nicht gefährdet werden dürfen. Termine sind aber nach telefonischer Terminabsprache möglich. Die Tür des Rathauses wird nur für vereinbarte Termine geöffnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sind weiter im Dienst und stehen telefonisch und via E-Mail für Anfragen und zur Bearbeitung von Angelegenheiten zur Verfügung. Bitte haben Sie dafür Verständnis!

Die Zeiten sind nicht leicht. Zusammen werden wir es aber schaffen, den Corona-Virus einzudämmen und die Krise zu überwinden. Dafür müssen wir aber alle zusammenhalten und uns unbedingt an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die angeordneten Verbote halten. Schränken Sie Ihre sozialen Kontakte ein. Waschen Sie sich oft die Hände. Husten Sie in die Armbeuge. Bleiben Sie zuhause. Hamstern sie keine Lebensmittel und Verbrauchsgüter. Seien Sie nett und freundlich zu Ihren Mitmenschen. Wenn wir uns an diese einfachen Dingen halten, werden wir die kommenden schweren Tage überstehen. Mein Team der Gemeindeverwaltung und ich sind weiter für Sie da und arbeiten täglich hart daran, diese Krise zu bewältigen.

Mein Wunsch an Sie: Bleiben Sie gesund.

Ihr Bürgermeister

Volker Weber