Bürgerbrief – Zwei in eins

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

letzte Woche ist der Bürgerbrief ausgefallen, weil mich die erste Erkältung für diese Saison erwischt hatte. In dieser Woche aber gibt es zahlreiche Themen und Dinge, die ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Wo kommt eigentlich unser Wasser her? Aus der Leitung! – Ja, aber da steckt mehr dahinter.

Als Bürgermeister ist man auch Aufsichtsratsmitglied bei der kreisweiten Wasserversorgung. Darüber hinaus ist man als Marpinger Bürgermeister noch im Wechsel mit dem St. Wendeler Bürgermeister Verbandsvorsteher vom Zweckverband der Wasserversorgung. Dieser Verband ist für die Wasserförderung zuständig und betreibt Brunnen und Pumpenanlagen. Anlässlich der Hitzewelle und der damit verbundenen Diskussion über unser Trinkwasser, habe ich das Wasserwerk in Winterbach besucht, welches die Ortsteile Alsweiler, Urexweiler und Marpingen mit Trinkwasser versorgt. Dort habe ich mich über die Wasservorkommen und die Art der Gewinnung informiert. Die letzten Wochen der Hitze haben gezeigt, wie wichtig gutes und qualitativ hochwertiges Trinkwasser ist und nicht nur das, sondern wie wichtig auch eine gute Infrastruktur ist, damit das Wasser auch in den Haushalten ankommt. Die hochwertigen und speziellen Anlagen und das Rohrnetz kosten Geld, das aus meiner Sicht aber sehr gut angelegt ist. Neben den Alltagszwecken (Duschen, Waschen usw.) ist unser Wasser auch Lebensmittel, an das hohe Anforderungen gestellt werden. Und was es bedeutet, mehrere Stunden ohne Wasserversorgung auskommen zu müssen, haben einige Teile im Saarland vor einigen Wochen erleben müssen. Ich denke, dass solche Ereignisse und die besondere Hitze dieses Sommers uns das sonst so Selbstverständliche wertschätzen lassen sollten.

Wasserwerk Winterbacher Wurzelbach

Wasserwerk Winterbacher Wurzelbach

Breitbandausbau schreitet weiter voran – Bohrungen im Zeitplan

An vielen Ecken in Marpingen und Urexweiler sieht man die großen Maschinen und Bohrgeräte, die sich im Gehweg zu schaffen machen. Hier werden die notwendigen Glasfaserkabel gelegt, um die grauen Schaltschränke (ZVK) mit schnellem Internet zu verbinden. Die sogenannte letzte Meile – vom Kasten ins Haus – bleibt weiterhin das alte Kupferkabel liegen. Dennoch: Mit der Verlegung des Glasfaserkabels in unserer Gemeinde werden nicht nur die weißen Flecken beseitigt, sondern es wird auch noch durch marktgetriebener Ausbau ermöglicht zwischen Anbietern wählen zu können. So wird es in der Gemeinde möglich sein mit mindestens 50Mbit/s zu surfen. An manchen Stellen sogar weitaus mehr. Für einige mag das noch immer nicht der „große Wurf“ sein, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. An manchen Stellen haben wir noch Probleme mit der Internetversorgung, für die betreffenden Stellen (z.B. Gewerbegebiet) werde ich mich weiterhin mit aller Kraft bei den Telekommunikationsunternehmen einsetzen, dass das Problem gelöst wird. Wo man welche Bandbreiten angeboten bekommen kann, kann man am besten im Breitbandatlas des eGo-Saar herausfinden: https://www.breitband-saarland.de/
Tarifanfragen oder Fragen, ob und wann das „schnelle Internet“ bei einem zu Hause ankommt, richten Sie bitte immer direkt an die Unternehmen und nicht an unser Haus, da wir keinerlei Auskünfte darüber erteilen können. Die Telekommunikationsunternehmen sind da die besten und direkten Ansprechpartner. Bei Problemen können Sie sich natürlich jederzeit an uns wenden.

Umsetzung der Friedhofskonzeptionen laufen – Umsetzung zur Zeit in Alsweiler und Marpingen

Auf dem Friedhof in Marpingen ist unser Bauhof zur Zeit stark am Umgestalten. Auf diesen Flächen sollen die zwei neue Urnenwände, die Baumgräber und Urnenerdgräber entstehen. Meine Verwaltung hat sich viele Gedanken über die Planung und Anordnung gemacht. Es werden neue Wege und Zugänge angelegt. Wichtig ist, dass die Urnenwände bereits bestellt sind und wir auch hier keine Zeit verlieren wollen, um weiterhin alle Bestattungsformen auf dem Friedhof Marpingen anbieten zu können. Über 40.000€ werden wir dort investieren.

Auch auf dem Friedhof Alsweiler wird in nächster Zeit gearbeitet werden. Der Gemeinderat hat, vorbehaltlich der Zustimmung des Ortsrates Alsweiler, auch eine Umgestaltung beschlossen. Hier soll vorerst eine verbesserte Ausfahrtssituation gewährleistet werden für diejenigen, die mit einem entsprechenden Behindertenausweis den Friedhof befahren müssen, weil sie sonst den Friedhof im unteren Bereich (Einsegnungshalle) nicht besuchen könnten. Eine entsprechende Zufahrt und eine Anlegung von Parkplätzen für besonders gehbehinderte Menschen soll angelegt werden. Ebenso soll eine Rampe neben der Treppenanlage u.a. für Rollatornutzer angelegt werden, damit sie den Friedhof vom Friedhofparkplatz über die Überquerungshilfe den Friedhof sicher erreichen können, ohne an der Mauer entlang der Straße vorbeilaufen zu müssen. Hier ist mein Bauamt zur Zeit in der Planung und Berechnung der Kosten. Ebenso soll der neuen Bestattungsform „Baumurnengräber“ Rechnung getragen werden. Hier wird zur Zeit geprüft, wo man ein solches Feld am besten anlegt.

Neues Konzept für den Friedhof Marpingen wird umgesetzt

Neues Konzept für den Friedhof Marpingen wird umgesetzt

Dorffest Urexweiler – Ein kurzer Rück- und Ausblick

Am letzten Wochenende fand das 39. Dorffest in Urexweiler statt. Hier haben 17 Vereine wieder gezeigt, was sie auf die Beine stellen können und was eine Gemeinschaft alles leisten kann. Ich danke hier sehr dem Vereinsring für die Koordination und Organisation und natürlich den Vereinen und freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihr großartiges Engagement. Ein besondere Freude war mir dieses Jahr ein Foto mit einigen Helferinnen zu machen, die mich schon seit ich denken kann auf dem Dorffest sozusagen begleiten: die Damen der kath. Frauengemeinschaft. Sie verkaufen an den beiden Tagen immer leckeren Kuchen und Kaffee und sind egal in welcher Situation immer freundlich lächelnd unterwegs. Danke, dass ihr ein Bild mit mir gemacht habt – und wie versprochen kommt es auch ins Bläätschje! Seit einigen Jahren mache ich zusammen mit Pastor Volker Teklik auch Dienst bei der Barbara Bruderschaft am Dorffest. In diesem Jahr war ich mit zahlreichen anderen für die Bratlinge zuständig. Es hat auch in diesem Jahr wieder richtig viel Spaß gemacht und wir haben viele hungrige Besucherinnen und Besucher mit leckeren Bergmannsburgern versorgen können. Sowieso ist das Exweller Dorffest für seine gute Kulinarik über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Eine Vielfalt, die es sonst auf keinem Dorffest zu finden gibt. Im nächsten Jahr feiern wir dann alle das 40. Dorffest gemeinsam. Darauf freuen wir uns alle. Liebe Exweller, macht weiter so!

Stand der St. Barbara Bruderschaft beim Urexweiler Dorffest 2018

Am Burger-Stand der St. Barbara Bruderschaft beim Urexweiler Dorffest 2018

Die Damen der katholischen Frauengemeinschaft: (v.l.n.r.): Irene Busch, Cäcilia Hinsberger, Christel Rohner, Maria Vogel, Marianne König, Anni Brehm; hintere Reihe: Magnus Jung (MdL), Bürgermeister Volker Weber

Die Damen der katholischen Frauengemeinschaft (v.l.n.r.): Irene Busch, Cäcilia Hinsberger, Christel Rohner, Maria Vogel, Marianne König, Anni Brehm; hintere Reihe: Magnus Jung (MdL), Bürgermeister Volker Weber

Jetzt wurde mein Bürgerbrief doppelt so lang, aber ich musste ja auch zwei Wochen unterbringen. Ich danke jedem, der es geschafft hat bis hierher zu lesen und wünsche allen ein schönes Wochenende – vielleicht sieht man sich ja im Härtelwald bei dem Gottesdienst an der Quelle und später auf dem Kunst- und Handwerkermarkt an der Kapelle.

Viele Grüße

Volker Weber
-Bürgermeister-