Gemeinderat stimmt Projektskizze zu neuer Marpinger Dorfmitte zu
Illustration: Kernplan

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung Mitte dieser Woche beschlossen, den Plan zur Umgestaltung  der Marpinger Dorfmitte der Gemeindeverwaltung und von Bürgermeister Volker Weber weiter zu verfolgen und mit Vermessungsarbeiten zu beginnen. Zuvor hatte Bürgermeister Weber seinen Vorschlag für eine neue Marpinger Dorfmitte anhand einer Projektskizze der Firma Kernplan den Räten vorgestellt. Das Konzept der Verwaltung fand Zustimmung bei allen im Rat vertretenen Parteien und wurde einstimmig von allen Gemeinderatsmitgliedern angenommen. Auf der Basis dieser Projektskizze kann Bürgermeister Volker Weber nun in den Dialog mit allen Beteiligten, z.B. mit dem FC Hellas Marpingen treten, Fördermittel für das Projekt einwerben und die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde besser über das Großprojekt informieren.

Diese Skizze sieht folgende Veränderungen im Marpinger Ortskern vor, die weiter verfolgt und nun diskutiert werden sollen:

  1. Neubau der Grundschule am jetzigen Standort des Clubheims des FC Hellas inklusive Bebauung eines Teils der anliegenden Tartanbahn. Das Baugrundstück ist mehr als doppelt so groß wie das Grundstück der aktuellen Grundschule. Bau eines dreistöckigen Schulgebäudes mit ausreichendem Platz für Ganztagsbetreuung, eines größeres Schulhofs und eines Parkplatzes.
  2. Erhalt des Fußballfeldes in der Dorfmitte aber Verkleinerung des Sportplatzes.
  3. Neubau des Hellasheims als Anbau an die Sporthalle Marpingen mit eigenen Duschen und Umkleiden für den Fußballverein. Sanierung, Aufwertung der Cafeteria mit Außenterrasse und barrierefreiem Zugang zur Gastronomie.
  4. Bau einer Entlastungsstraße zwischen Marienstraße und der Straße Zum Flugplatz entlang des Alsbaches zum Ableiten eines Teils des Busverkehrs und zur Entlastung der Marienstraße. Rund ein Viertel der aktuellen Busse könnten so direkt in Richtung Berschweiler abgelenkt werden. Der restliche Verkehr könnte auf alle Zubringerstraßen verteilt und der Busfahrplan entzerrt werden.
  5. Verkauf der jetzigen Grundschule an den Landkreis, um die Platzprobleme der Gemeinschaftsschule zu lösen.

„Mit diesem Konzept können wir die drängenden Platzprobleme der Nachmittagsbetreuung in unserer Grundschule lösen, wir reduzieren die Verkehrsprobleme in der Marienstraße, schaffen dem FC Hellas ein neues Heim und verbessern gleichzeitig die Situation an der Gemeinschaftsschule. Unser Ziel muss es sein, soviel Infrastruktur wie möglich in unserem Dorfkern zu belassen. Wir brauchen ein belebtes Ortszentrum, denn die Herausforderungen durch den demografischen Wandel werden für unsere Dörfer in den kommenden Jahren größer“, so Bürgermeister Volker Weber. „Jetzt ist eine sehr gute Zeit für diese große Lösung. Denn die einzelnen Maßnahmen müsste die Gemeindeverwaltung so oder so angehen. Das Hellasheim, der Sportplatz und die Hallen-Cafeteria müssen saniert werden und der Raumbedarf der FGTS in der Grundschule steigt weiter an. Jetzt können wir all diese Probleme mit einem gemeinsamen Projekt angehen und noch die Verkehrssituation verbessern“, so der Bürgermeister

Nach einer ersten Kostenschätzung der Firma Kernplan müssten rund 15 Millionen Euro zur Verwirklichung des Projektes Dorfmitte investiert werden. „Eine hohe aber nicht unerreichbare Summe“, ist Volker Weber überzeugt, „Wir werden jetzt ans Werk gehen und so viele Fördermittel wie möglich für unsere neue Dorfmitte einwerben. Bei ähnlichen Projekten im Umland, zum Beispiel in Illingen, hatte das Erfolg. Es gilt jetzt mit allen Beteiligten in den Dialog auf Basis dieses Konzeptes und den Ideen zu Alternativen zu gehen. Wir haben auch die Debatte und eingebrachten Ideen zur eventuellen Verlegung des Sportplatzes im Auge. Noch wissen wir nicht ob sich unsere gesamte Projektskizze auch in dieser Form verwirklichen lässt, daher schließen wir auch Alternativen nicht aus“, so Weber

Der Bürgermeister wurde zusätzlich vom Rat beauftragt auch nach Alternativen zu diesem Plan zu suchen und Gespräche mit dem Landkreis über eine Verlegung der Gemeinschaftsschule raus aus der Dorfmitte zu führen. Sollte von Seiten des Landkreises die Option bestehen, auf dem Gebiet der Gemeinde Marpingen eine Gemeinschaftsschule neu bauen zu wollen, so soll auch dieser Punkt weiterverfolgt und dementsprechend eine Alternativplanung vorgestellt werden.

Projektskizze und der Auftrag zu Gesprächen mit dem Kreis wurden vom Rat einstimmig beschlossen. Bürgermeister Weber verfolgt den Auftrag des Rates mit Nachdruck. Bereits in dieser und der kommenden Woche führt er erste Gespräche mit den zuständigen Stellen. Weber sieht jetzt den Beginn eines längeren und intensiven Diskussionsprozesses.