Neuer Eichenwald in Marpingen wächst gut an
10. März 2021

Er wächst und gedeiht, der neu angelegte Eichenwald östlich von Marpingen. Dort an der Gemarkung „Auf Gottrods Danne“ hat die Gemeinde Marpingen im Frühjahr 2017 mit tatkräftiger Unterstützung der SchülerInnen der Marpinger Gemeinschaftsschule unter Anleitung von Revierförster Ingo Piechotta ein 3,5 Hektar großen neuen Wald aufgeforstet.

„Trotz der Trockenheit der letzten Jahre sind die Bäume gut angewachsen“, erklärt Förster Piechotta Bürgermeister Volker Weber, der sich in dieser Woche vor Ort ein Bild von der Aufforstungsmaßnahme gemacht hat. „Ich bin sehr froh, dass wir uns dafür entschieden haben, diese Aufforstung hier bei uns durchzuführen. In einigen Jahrzehnten können wir und die kommenden Generationen sich über einen schönen neuen Eichenwald freuen und wir leisten einen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz. Den Wald legte die Gemeinde Marpingen 2017 unter anderem als Ausgleichsmaßnahme für Natur-Flächen an, die beim Umbau des Stadions des SV Elversberg 2015 bebaut wurden. Die Kosten für die Erstaufforstung übernahm die Gemeinde Spiesen-Elversberg. Eine weitere Vergrößerung der neuen Waldfläche ist bereits in Planung.

„Es freut mich auch, dass ein Teil der Aufforstungs-Arbeiten von den SchülerInnen der Gemeinschaftsschule Marpingen übernommen wurden, die mit viel Spaß und Einsatz den Waldrandstreifen angelegt haben. Dafür möchte ich den SchülerInnen und LehrerInnen noch einmal danken“, sagt Bürgermeister Weber.

Angepflanzt wurden „Auf Gottrods Danne“ Bäume, die auch mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen in unserer Region, mit längeren, heißen Trockenperioden im Sommer, zurechtkommen. Ausgewählt wurden vorwiegend Eichen aber auch Kirche, Esskastanie, Baumhasel und Elsbeere. „Die jungen Bäume und Sträucher sind in einem guten Zustand. Wir hatten sorgen, dass die Wurzeln eventuell von Wühlmäusen angefressen werden, die auf der ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche mit hohem Gras viele Versteckmöglichkeiten finden. Doch bisher sind keine größeren Schäden zu finden“, so Piechotta. Um die Mäusepopulation im Zaum zu halten, haben der Förster und sein Team auch sogenannte Julen – das sind Sitzgelegenheiten für jagende Greifvögel wie Habichte und Bussarde – aufgestellt.

Bis sich die noch rund 1,5 Meter kleinen Bäumchen zu einem majestätischen Eichenwald entwickelt haben werden, wird noch mehrere Jahrzehnte dauern. In etwa 20 Jahren werden die ersten Eichen eine Höhe von zehn Metern erreicht haben, schätzt Förster Ingo Piechotta.