Pfingstkonzert an der Marienquelle im Härtelwald mit dem großartigen Musikverein Wemmetsweiler
Foto: Gregor Hinsberger (Gemeinde Marpingen)

Über 300 Besucher erlebten unterhaltsames Konzert mit imposanter Musik

(gh.) Das traditionelle Pfingstkonzert an der Marienverehrungsstätte im Härtelwald wurde in diesem Jahr von einem der renommiertesten Blasorchester im Lande musikalisch gestaltet: dem Musikverein Wemmetsweiler unter der professionellen Leitung von Stefan Barth.

Das Ensemble Wemmetsweiler ist eine besondere Institution in der Großregion, gilt es doch als der älteste von Ehrenamtlern gegründete Musikverein im Saarland. Das Orchester wurde unter dem Namen Musikkorps Michelsbach bereits 1879 aus der Taufe gehoben, zu einer Zeit also, in der man anderorts zunächst einmal begann, die sicherlich leichter zu organisierenden Gesangvereine zu gründen.

Der Verein aus dem Nachbarkreis Neunkirchen ist aber nicht nur sehr alt und traditionsreich, seine heutige Ausnahmestellung basiert vor allen auch auf der außerordentlichen Leistungsfähigkeit seines Sinfonischen Blasorchesters, die unter hiesigen Amateurmusikern sicherlich ihres gleichen sucht.

Pfingstkonzert im Härtelwald

Foto: Florian Rech (Gemeinde Marpingen)

 

Die zahlenmäßig überaus gute Besetzung ließ sich für die über 300 Besucherinnen und Besuchern unschwer erkennen, beim Blick in die mit über 50 Musikerinnen und Musikern vollbesetzte Andachtsstätte, die wieder einmal gleichzeitig als überdachte Bühne und akustisch ansprechender Resonanzraum fungierte. Dass neben der Quantität aber auch die Qualität des Ensembles überragend ist, davon konnte sich das aufmerksame und begeisterungsfähige Publikum gleich schon bei den ersten Stücken überzeugen.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Kulturamtsleiter Gregor Hinsberger spielte das Orchester zum Auftakt den St. Florian Choral, ein von Thomas Doss als Reminiszenz an Anton Bruckner komponierter Choral, der ebenso wie die folgende opulente dreisätzige William Byrd-Suite bereits die Vorliebe von Dirigent und Ensemble für imposante Klänge andeutete. Auch bei den folgenden Beiträgen (darunter auch das „Abendgebet“ aus der romantischen Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck und die moderne Komposition „Fate of the Gods“ von Steven Reineke) erwies sich der in allen Registern stark besetzte Musikverein Wemmetsweiler als ein sehr homogener und zugleich gewaltiger Klangkörper, der gerade auch hymnenartige oder majestätisch anmutende Werke voluminös und unter der versierten Stabführung von Stefan Barth trotzdem mit einer feinfühligen Liebe zum Detail intonierte. So stand ein besonderes, geradezu kolossales Klangerlebnis, das die Zuhörerinnen und Zuhörer spürbar beeindruckte und fesselte.

Musikverein Wemmetsweiler

Foto: Gregor Hinsberger (Gemeinde Marpingen)

 

Pfingstkonzert 2018

Foto: Gregor Hinsberger (Gemeinde Marpingen)

 

Zum Abschluss des Pfingstkonzertes 2018 spielte der Musikverein Wemmetsweiler passend zur besonderen Atmosphäre des Veranstaltungsortes im Härtelwald das bekannte und beliebte Marienlied „Segne du Maria“, zunächst in einer kunstvollen, durch mehrere Stilrichtungen ziehenden Bearbeitung von Thiemo Krass und dann in der bekannten Fassung zum Mitsingen.

Das Publikum bedachte das Konzert mit langanhaltendem und dankbarem Applaus für die großartige Leistung und entließ das Orchester aus Wemmetsweiler nicht ohne Zugabe. 

Die Gemeinde bedankt sich auch von dieser Stelle aus noch einmal sehr herzlich beim Musikverein Wemmetsweiler und seinem Dirigenten Stefan Barth sowie dem Beschaller Manfred Gillenberg.

Ein weiterer herzlicher Dank geht an die Gemeinde-Mitarbeiter/innen aus der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Tourismus, der Stiftung „Marpinger Kulturbesitz“ und des Bauhofes sowie die ehrenamtlichen Kräfte „Härtelwald“ für ihre engagierte Mithilfe bei Material- und Personentransporten und den Auf- und Abbauarbeiten vor Ort, namentlich Kristin Klos, Katja Rink, Florian Rech und Bernadette Dewes,, Johannes Pinter, Moritz und Franz Wilhelm sowie Anni und Paul Keller.