Spielplatzkonzept: Gemeinde gibt in 5 Jahren 287.000 Euro für Spielplätze aus
29. Juni 2021

Mehr Geld für schönere Kinderspielplätze: Das ist das Ziel des Spielplatzkonzeptes der Gemeinde Marpingen, das 2016 vom Gemeinderat beschlossen und von Bürgermeister Volker Weber und der Gemeindeverwaltung konsequent umgesetzt wird. „2015 und 2016 waren die meisten Spielplätze in der Gemeinde in keinem guten Zustand und immer mehr Spielgeräte mussten abgebaut werden, weil sie marode waren oder auch den aktuellen Sicherheitsstandards nicht mehr entsprachen“, so Bürgermeister Volker Weber“, seitdem haben wir als Kommune insgesamt 287.000 Euro für die Unterhaltung der Spielplätze und neue Spielgeräte ausgegeben, um die Kinderspielplätze in allen Dörfern deutlich attraktiver zu machen. 

Elternbefragung war Grundlage für Spielplatzkonzept

Grundlage für das Spielplatzkonzept war eine vorherige Elternbefragung in der Gemeinde. Dabei sprach sich die überwiegende Mehrzahl der Eltern für wenige zentrale, große und attraktive Spielplätze statt mehrerer kleiner mit wenigen Spielgeräten aus. Dem sind Gemeinderat und Verwaltung 2016 gefolgt und haben im Spielplatzkonzept festgeschrieben, mehr Geld in zentrale und vielgenutzte Anlagen, wie den Spielplatz im Brühl Urexweiler, den Spielplatz am DGH in Berschweiler, den am Hahnenrech in Alsweiler sowie die Plätze Im Grund und Auf Lohren in Marpingen zu investieren. In kleinere Anlagen wie zum Beispiel den mittlerweile stillgelegten Spielplatz in den Haydnstraße oder an der Geierschnell sollte dagegen kein Geld mehr für neue Geräte fließen.

„Unser Ziel war und ist es, möglichst allen Kindern eines Ortes an zentraler Stelle einen großen attraktiven Spielplatz zu bieten und dafür, an den kleinen dezentralen Spielplätze, keine neuen Geräte mehr anzuschaffen“, so Bürgermeister Weber, „mit den bereits geflossenen 287.000 Euro ist hier in den letzten 5 Jahren schon viel passiert und wir wollen kontinuierlich die zentralen Spielplätze weiter ausbauen und neue Geräte kaufen. So wollen wir in diesem Jahr auch wieder 24.000 Euro in neue Spielgeräte investieren. Mit Aktionen wie den neuen Weidentipis verschönern wir die Spielplätze noch zusätzlich.“

Warum gibt die Gemeinde nicht noch mehr Geld für Spielgeräte aus?

Aber warum gibt die Gemeinde nicht noch mehr Geld für Spielplätze aus und bringt auch die kleineren Plätze wieder in Schuss? Dafür fehlt der Gemeinde Marpingen schlicht das Geld. Der Bau von Spielplätzen wird mit keinem Förderprogramm unterstützt. Während der Bau von vielen kommunalen Projekten mit großen Summen von Bund und Land gefördert werden, muss die hoch verschuldete Gemeinde neue Spielgeräte vollständig aus der eigenen Tasche zahlen und darf dafür auch keine Kredite aufnehmen.  Dabei sind Spielgeräte für öffentliche Spielplätze auch noch besonders teuer. Während Eltern privat auf ihrem Grundstück mit 24.000 Euro ihren Kindern ein wahres Spieleparadies zaubern können, kann die Verwaltung mit derselben Summe leider nur 2 bis 3 Spielgeräte anschaffen, denn Spielgeräte für öffentliche Spielplätze sind aufgrund von speziellen Zertifizierungen, hochwertigen und langlebigen Materialien und Prüfvorgaben sehr teuer.

„Mit unserem Spielplatzkonzept wollen wir die Wünsche der Eltern und Kinder nach gut ausgebauten, attraktiven Spielplätzen mit den Herausforderungen unseren knappen Gemeindefinanzen vereinen. Mit dem uns zur Verfügung stehenden Geld, können wir leider nicht alle kleinen Spielplätze ausbauen und halten. Verwaltung und Gemeinderat haben 2016 deshalb beschlossen, die finanziellen Mittel auf einige wenige Spielplätze zu konzentrieren. Ich halte das für den richtigen Weg, um möglichst vielen Kindern eine möglichst schöne Umgebung zum Spielen zu bieten“, so Bürgermeister Volker Weber.