Übersicht zu den Corona-Wirtschaftshilfen und Beratungsangeboten
13. Januar 2021

Gewerbetreibende sind durch die Corona-Pandemie und den angeordneten Lockdown besonders betroffen. Hilfsprogramme der Landes- und Bundesregierung sollen diese Unternehmen in der Krise stützen. „Bei den verschiedenen Hilfsprogrammen fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten und herauszufinden, welche Hilfe für die verschiedenen Unternehmen ab wann beantragbar ist“, so Bürgermeister Volker Weber, „Wir wollen hier eine Übersicht bieten und raten allen Gewerbetreibenden, sich bei Problemen mit den Anträgen bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land beraten zu lassen. Diese hilft gerne mit.“

„Wir stehen für Sie bereit und helfen Gewerbetreibenden gerne bei Problemen mit der Antragstellung und bei allgemeinen Fragen zum Lockdown“, so Julian Schneider Geschäftsführer der WFG St. Wendeler Land.

Beratung und Hilfe bei der Antragstellung und Fragen rund um den Lockdown

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land (WFG) hilft und berät Gewerbetreibende bei der Antragstellung und bei Fragen rund um die Corona-Wirtschaftshilfen. Die Industrie und Handelskammer des Saarlandes (IHK) sowie die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) unterstützen ebenfalls bei Fragen von Gewerbetreibenden rund um den Lockdown.

Aktuell beantragbare Corona-Wirtschaftshilfen

Novemberhilfe/Dezemberhilfe

Die bisherigen Novemberhilfen werden als Dezemberhilfen verlängert.

Kostenpauschale

Die Hilfe wird als einmalige Kostenpauschale je Monat ausbezahlt. Konkret werden mit der November- und der Dezemberhilfe Zuschüsse von bis zu 75 % des Umsatzes aus November bzw. Dezember 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im November bzw. Dezember 2020 gewährt.

Antragstellung

  • Die Antragstellung erfolgt über die Plattform der Überbrückungshilfe. Sie erfolgt im Regelfall durch einen prüfenden Dritten, wie z. B. Steuerberaterinnen und Steuerberater.
  • Soloselbständige sind künftig bis zu einem Betrag von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31.01.2021 gestellt werden.

Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

Überbrückungshilfe II und III

Achtung Beantragung der Überbrückungshilfe III zurzeit noch nicht möglich. Wir informieren direkt, wenn die Antragstellung freigeschaltet wird.

►Verlängerung und Erweiterung der Überbrückungshilfe ab 01. Januar bis Ende Juni 2021

Anträge zur Überbrückungshilfe II für die betroffenen Monate September bis Dezember 2020 sind noch bis zum 31. Januar 2021 möglich.

 Antragsberechtigte:

  • alle Unternehmen bis max. 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland
  • Zugangsschwelle: 50 % Umsatzrückgang für zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • Unternehmen, die keinen Anspruch auf Wirtschaftshilfen haben, aber im November oder im Dezember 2020 oder in beiden Monaten mindestens 40 % Umsatzeinbußen gegenüber den Vorjahresmonaten November bzw. Dezember 2019 zu verzeichnen haben.

Fördersumme:

  • Förderhöchstbetrag: 200.000 Euro pro Monat
  • Die Überbrückungshilfe kompensiert die Fixkosten wie folgt:
    • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
    • 60 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang von 50 % bis 70 %
    • 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 %

Erstattungsfähige Kosten:

  • unter anderem Mieten und Pachten
  • Finanzierungskosten und ähnliche Kosten, die nicht umsatzabhängig sind (Kosten für Auszubildende oder Grundsteuern)
  • Aufwendungen für Personal, das Kurzarbeit nicht nutzen kann (Pauschale in Höhe von 20 Prozent der übrigen förderfähigen Fixkosten)
  • Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten bis zu 20.000 Euro
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern bis zu 50 %
  • Marketing- und Werbekosten (maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahr 2019)

Neustarthilfe für Soloselbstständige:

Die bisherige Erstattung von Fixkosten wird ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im entsprechenden Vorkrisenzeitraum 2019 (max. 5000 Euro). Auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.

Sonstiges

Für ganz besonders von der Corona-Krise betroffene Branchen werden weitere Kosten anerkannt. Dies betrifft Soloselbstständige, die Reisebranche (Reisebüros und Reiseveranstalter) sowie die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

 

Corona-Hilfen Beantragen

Alle Corona-Hilfen können über die Webseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de beantragt werden. Der Antrag erfolgt im Regelfall durch einen prüfenden Dritten, wie z. B. Steuerberaterinnen und Steuerberater.

 

Weiterführende Informationen im Internet

Informationen rund um die Antragstellung auf
 www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Detaillierte Infos zur Beantragung der Wirtschaftshilfen auf
 www.wfg-wnd.de/coronavirus/informationen-fuer-unternehmen

Ratschläge (Hilfe zur Selbsthilfe) für Geschäfte im Lockdown, z.B. Anleitung zur rechtssicheren Einrichtung eines Onlineshops auf www.saarland.ihk.de