Bürgerbrief des Bürgermeisters – KW03
16. Januar 2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

ein ganz besonderes Erlebnis durften in diesem Jahr die Sternsinger unserer Gemeinde erleben. Am 8. Januar waren insgesamt 12 Sternsinger der Pfarrei Maria Königin des Friedens Marpingen, jeweils drei Kinder aus jedem Ortsteil, gemeinsam mit Pastor Volker Teklik und Gemeindereferent Andreas Diegler zu Gast in der Staatskanzlei. Dort wurden sie herzlich von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger empfangen und brachten den Segenspruch am Eingang der Staatskanzlei an. Wie bereits vergangene Woche berichtet, freut es mich auch jedes Jahr, wenn die Sternsinger uns hier im Rathaus besuchen. Schön, dass diese wichtige ehrenamtliche Tätigkeit solche Aufmerksamkeit im Land bekommt. 

Foto: Nadia Schindelhauer 

25-jähriges Dienstjubiläum Alexandra Glod  

In der vergangenen Woche durfte ich auf dem Bauhof Glückwünsche überbringen: Alexandra Glod feierte ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Ihre berufliche Laufbahn bei uns begann mit einem Praktikum, da sie unbedingt in ihrer Heimatgemeinde Marpingen arbeiten wollte. Bevor sie zu uns kam, sammelte sie bereits wertvolle Erfahrungen an den Bauhöfen in Tholey und St. Wendel. Seit vielen Jahren ist sie für die Grünpflege, insbesondere auf den Friedhöfen, zuständig und leistet durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag für unsere Gemeinde. Es war mir eine Freude, ihr die Urkunde gemeinsam mit unserem Bauhofleiter Steven Schneider zu diesem Anlass überreichen zu dürfen. 

Besuch Ergotherapie Praxis Dewes 

Am Dienstag hatte ich die Freude, ein neues Unternehmen in unserer Gemeinde zu besuchen und willkommen zu heißen: die Ergotherapie-Praxis Dewes, die seit November nun auch bei uns vor Ort ihre Türen geöffnet hat. Die Praxis hat sich bereits am Standort in Heusweiler einen Namen gemacht und erweitert nun ihr Angebot um den Standort am Kirmesplatz 10 in der Gemeinde Marpingen. Daniel Dewes und Stephanie haben einen besonderen Bezug zu Marpingen, da Daniel aus Marpingen stammt und hier auch familiär weiterhin stark verwurzelt ist. 
Bei dem Besuch vor Ort habe ich viel über die Arbeit der Ergotherapie erfahren und lernen dürfen. Vieles war mir gar nicht so klar – vor allem nicht in der Abgrenzung zu der Physiotherapie.  
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten unterstützen Menschen dabei, ihre alltäglichen Fähigkeiten wiederzuerlangen oder zu erhalten. Sie helfen sowohl Kindern als auch Erwachsenen, die Schwierigkeiten im Alltag, in Schule, Beruf oder im sozialen Umfeld haben. Typische Beschwerden sind Bewegungseinschränkungen nach einem Unfall oder Schlaganfall, Koordinationsprobleme, Schwierigkeiten beim Greifen oder Halten von Gegenständen oder Einschränkungen durch neurologische oder psychische Erkrankungen. Anders als bei der Physiotherapie, die vor allem die Muskulatur und Beweglichkeit trainiert, steht bei der Ergotherapie die Handlungsfähigkeit im Alltag und die Selbstständigkeit im Vordergrund. 
Besonders freut mich, dass die Praxis von Daniel und Stephanie Dewes ihre Leistungen nicht nur in den Praxisräumen, sondern auch als Hausbesuche anbietet – ein wertvolles Angebot für Menschen, die mobil eingeschränkt sind oder besondere Betreuung benötigen. Insgesamt arbeiten über beide Standorte verteilt neun engagierte Therapeutinnen und Therapeuten, die mit viel Herzblut und fachlicher Kompetenz dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich unterstützt werden. Ich wünsche dem Team von Daniel und Stephanie Dewes viel Erfolg hier an ihrer neuen Wirkungsstätte und bedanke mich sehr für den interessanten Austausch und Termin. 
 

Ein Bürgerbus für die Gemeinde 

In der letzten Gemeinderatssitzung wurden wieder zahlreiche Beschlüsse für unsere Gemeinde gefasst. Einer davon ist der Wunsch nach Einrichtung eines Bürgerbusses. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, das Projekt auf den Weg zu bringen, wenn das Land erneut einen Fördertopf bereitstellt. Der Bürgerbus soll die Mobilität innerhalb der Gemeindegrenzen verbessern und den Bürgerinnen und Bürgern neue Wege eröffnen. Dabei ist der Grund für eine Fahrt grundsätzlich egal – sei es für einen Besuch bei Freunden oder Verwandten, eine Fahrt zum Friseur oder zum Einkauf, in die Arztpraxis oder zur Physiotherapie, zum Seniorentreff oder zum Besuch des Härtelwaldes.  
Prinzipiell kann jeder den Bürgerbus nutzen, es gibt keine Zielgruppenbeschränkung. Der Service ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos und kann unabhängig vom Alter, körperlicher Verfassung oder konkreten Lebensumständen genutzt werden. Der Bürgerbus fährt nach Voranmeldung an den gewünschten innergemeindlichen Zielort und holt die Fahrgäste auf Wunsch auch wieder ab. 
Der Betrieb wird von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen. Für das Projekt werden voraussichtlich bis zu zwölf Freiwillige benötigt: sechs bis acht Fahrerinnen und Fahrer sowie drei bis vier Helferinnen und Helfer für den Telefondienst. Die Gemeinde ist Rechtsträger des Projektes und plant den Kauf eines Kleinbusses.  
Mit dem Beschluss des Gemeinderates können wir aktiv eine Interessensbekundung an das Land stellen und alles vorbereiten, dass wenn die Förderung erneut aufgelegt wird, wir direkt starten können. 
Sobald die neuen Förderrichtlinien des Landes vorliegen, werden entsprechende Zuschüsse beantragt. Dann startet die Suche nach ehrenamtlichen Helfern, es wird u.a. Info-Veranstaltungen und Schulungen geben, auch der Bus muss angeschafft werden. Die Kostenschätzungen für die ersten drei Betriebsjahre liegen bei etwa 30.000 Euro, ohne den Kauf des Busses (ca. 50.000 Euro). Danach werden jährliche Kosten von 6.000 bis 8.000 Euro erwartet. Eine Umsetzung des Projekts ist, vorbehaltlich des Vorliegens des Förderprogramms, voraussichtlich bis zum 4. Quartal 2026 möglich. 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende! 

Herzliche Grüße 
Volker Weber 
-Bürgermeister-