Bürgerbrief des Bürgermeisters – KW04
23. Januar 2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

wie ich in meinem ersten Bürgerbrief dieses Jahres bereits kurz angesprochen habe, arbeitet die Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Tourismus derzeit mit Hochdruck an den letzten Vorbereitungen für das diesjährige Kulturprogramm unserer Gemeinde. Dieses Programm ergänzt und bereichert die zahlreichen Veranstaltungen unserer Vereine und Institutionen. 
Auch in diesem Jahr dürfen sich Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Besucherinnen und Besucher auf ein umfangreiches und abwechslungsreiches Angebot freuen, das Menschen aller Alters- und Interessensgruppen anspricht. Wie in den vergangenen Jahren legen wir dabei großen Wert darauf, dass die Spiel- und Veranstaltungsorte gleichmäßig auf alle vier Gemeindebezirke verteilt sind. 
Ein besonderer Schwerpunkt des Jahres 2026 liegt auf dem Gedenken an die Ereignisse des Jahres 1876 in Marpingen. Dazu zählen unter anderem die Berichte über eine Erscheinung einer „weißen Frau“ vor drei achtjährigen Mädchen am 3. Juli 1876, der starke Pilgerzustrom mit rund 20.000 Menschen am 11. Juli 1876 sowie der Militäreinsatz am 13. Juli 1876 als Reaktion des preußischen Staates, der schließlich zur Vertreibung der Pilger führte. 
Im Rahmen dieses Jubiläums (150 Jahre) ist eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte und Veranstaltungen geplant. Dazu gehören Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Gottesdienste und weitere Formate. Zu diesem Zweck wurde eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, initiiert von Werner Laub, Bürgermeister a. D., in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle und Stiftung „Marpinger Kulturbesitz“, die sich intensiv mit der inhaltlichen Ausgestaltung befasst. Ziel ist es, die Ereignisse des Jahres 1876 und ihre unmittelbaren Folgen zu beleuchten, ihre Bedeutung für unsere Gemeinde sichtbar zu machen und zugleich eine nachhaltige Erinnerungskultur zu fördern. 
Parallel dazu wird selbstverständlich auch das reguläre Kulturprogramm der Gemeinde nicht zu kurz kommen. Beide Bereiche ergänzen sich und versprechen ein spannendes und vielseitiges Kulturjahr. 
Das vollständige Kulturprogramm für das Jahr 2026 werden wir in Kürze veröffentlichen. Ich lade Sie schon heute herzlich dazu ein, die Angebote wahrzunehmen und unsere kulturelle Vielfalt aktiv zu erleben. 

Forstwirtschaftsplan 2026 

In der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde der Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2026 vorgestellt und beraten. Der Plan wurde von unserem Revierförster Ingo Piechotta vom Saarforst Landesbetrieb aufgestellt. Der Forstwirtschaftsplan gliedert sich in zwei Bereiche: die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes sowie die Umsetzung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.   
Für den 411 ha umfassenden Gemeindewald sind für 2026 Forstbetriebsausgaben in Höhe von 142.360 Euro vorgesehen. Dies umfassen insbesondere klassische Maßnahmen wie Pflege- und Sicherungsarbeiten, Jungbestandspflege, Holzernte sowie Wegeunterhaltung. Auf der Einnahmenseite werden 140.315 Euro erwartet, vor allem aus dem Holzverkauf sowie aus Fördermitteln. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2026 damit ein Fehlbetrag von 2.045 Euro. Das Ergebnis zeigt, dass trotz sparsamer Wirtschaftsführung und effizienter Waldbewirtschaftung die betrieblichen Aufwendungen die Einnahmen leicht übersteigen. 
Im Bereich der Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen weist der Wirtschaftsplan für 2026 hingegen ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Hier stehen Einnahmen in Höhe von 27.888 Euro Ausgaben in gleicher Höhe gegenüber. Die Einnahmen resultieren unter anderem aus der Holzverwertung, der Forstnebennutzung, Ausgleichsmaßnahmen sowie sonstigen Forstbetriebseinnahmen. Die Ausgaben verteilen sich auf die Bereiche Waldverjüngung, Waldpflege und Waldschutz. 
Ein weiterer Bestandteil des Forstwirtschaftsplans ist die Durchführung bereits festgelegter Ausgleichsprojekte. Nach Angaben des Revierförsters handelt es sich dabei um Ausgleichsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Aufstellung der Windräder der Firma Boreas in Alsweiler sowie um Erstaufforstungsmaßnahmen für die SV Elversberg, die als Kompensation früherer Eingriffe in Natur und Landschaft erforderlich sind. Für diese Maßnahmen wird von einem Pflanzbedarf von 5.000 jungen Bäumen ausgegangen. Die Pflanzungen dienen der langfristigen ökologischen Stabilisierung unserer Waldflächen und entsprechen der üblichen forstlichen Ausgleichspraxis. 
Für das Jahr steht zudem eine neue Fördermöglichkeit zur Wiederaufforstung aufgrund von Extremwetterereignissen zur Verfügung. Hierfür ist eine pauschale Förderung in Höhe von rund 32.700 Euro eingeplant. Ziel dieser Maßnahme ist die Wiederherstellung geschädigter Waldflächen, insbesondere solcher, die durch Extremwetterereignisse wie Trockenheit oder Sturmschäden beeinträchtigt wurden. Vorgesehen sind unter anderem die Pflanzung von über 10.350 Bäumen, die Errichtung von rund 1.135 Metern Schutzzäunen sowie der Einsatz von mehr als 500 Pflanzhüllen zur Sicherung des Anwuchses. Der Förderzeitraum erstreckt sich vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Oktober 2026 und ermöglicht damit eine Umsetzung im üblichen Pflanzrhythmus des Forstjahres. 
Der Forstwirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2026 wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Darüber hinaus wurde angeregt, erneut eine Waldbegehung gemeinsam mit dem Revierförster durchzuführen, um ein besseres Verständnis für die Zustände in den Waldgebieten zu erhalten. 

Fotos: Waldbegehung Gemeinderat vom 14.04.23 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende! 
Herzliche Grüße 
Volker Weber 
-Bürgermeister-