Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ein Veranstaltungshighlight der Faasend jagt das nächste. Nachdem ich bereits am 31. Januar die zweite Kappensitzung des KV “Mr genn us net” Urexweiler in der Mehrzweckhalle besucht hatte, ging es am vergangenen Samstagabend weiter zur zweiten Kappensitzung des Theater- und Karnevalvereins Alsweiler. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie lebendig und vielseitig das karnevalistische Brauchtum in unseren Ortsteilen ist.
Getreu dem diesjährigen Motto des Karnevalvereins, präsentierten die Aktiven ein abwechslungsreiches Programm, das keine Wünsche offenließ: beeindruckende Tänze, stimmungsvolle Liedbeiträge und pointierte Büttenreden sorgten für viele Lacher, kräftigen Applaus und eine großartige Stimmung im voll besetzten Pfarrheim. Bei jedem Programmpunkt spürte man, wie viel Arbeit, Engagement und Herzblut in die Vorbereitung geflossen ist – ich wurde bestens unterhalten.
Besonders gefreut hat mich, dass auch eine Delegation des Karnevalvereins Urexweiler vor Ort war. Solche gegenseitigen Besuche zeigen, wie stark der Zusammenhalt unter den Karnevalvereinen in unserer Gemeinde ist. Fastnacht ist eben Teamarbeit über Ortsgrenzen hinweg.
Mein Dank gilt allen Aktiven auf und hinter der Bühne, den Musikerinnen und Musikern, den Helferinnen und Helfern sowie allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Der Theater- und Karnevalverein Alsweiler hat erneut unter Beweis gestellt, dass er ein fester und unverzichtbarer Bestandteil unseres kulturellen und gesellschaftlichen Lebens ist.

Drei Handwerksgesellen auf der Walz zu Besuch im Rathaus
Besonderen Besuch durfte ich kürzlich im Rathaus unserer Gemeinde begrüßen: Mit Linus, André und Konrad waren drei Zimmer- und Tischlergesellen auf der Walz bei uns zu Gast. Sie gehören der Vereinigung der rechtschaffenen fremden Zimmer- und Schieferdeckergesellen an und sind bereits seit mehreren Monaten unterwegs.
In einem sehr offenen und interessanten Gespräch berichteten die drei von ihren Erlebnissen auf der Walz – von Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, von Herausforderungen, aber auch von den vielen prägenden Erfahrungen, die sie in dieser Zeit sammeln konnten. Besonders spannend war zu hören, was sie persönlich dazu bewogen hat, diesen traditionellen Weg einzuschlagen und bewusst mehrere Jahre unterwegs zu sein, um ihr Handwerk zu vertiefen und über den eigenen Horizont hinauszublicken.
Ihr Engagement, ihre Begeisterung für das Handwerk und ihr Respekt vor der jahrhundertealten Tradition haben mich sehr beeindruckt. Die Walz steht nicht nur für fachliche Weiterbildung, sondern auch für Werte wie Offenheit, Gemeinschaft und Verantwortung – Werte, die auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
Natürlich durften auch die traditionellen Gepflogenheiten nicht fehlen: die Gesellen erhielten den Gemeindestempel unserer Gemeinde, von mir persönlich unterzeichnet, sowie eine kleine Unterstützung für den weiteren Weg, verbunden mit Anerkennung und als Zeichen des Willkommens.
Ich wünsche Linus, André und Konrad für ihren weiteren Weg alles Gute, eine sichere Reise, viele bereichernde Erfahrungen und stets offene Türen auf ihrer Walz.

Symbolische Übergabe eines öffentlich zugänglichen Defibrillators durch den Rotary Club St. Wendel
Die Gemeinde Marpingen ist Teil des Pilotprojekts des Rotary Clubs St. Wendel zur weiteren Verbesserung der Notfallversorgung im Landkreis St. Wendel. Die symbolische Übergabe eines öffentlich zugänglichen Defibrillators fand am 9. Februar im Rathaus statt und setzt ein wichtiges Zeichen für mehr Herzsicherheit vor Ort. Gemeinsam mit Olga Schirra, Fachbereichsleiterin des Fachbereichs Gemeindeentwicklung und Tore Pees (Instandhaltung und Hochbau, Fachbereich Gemeindeentwicklung) durfte ich den Defibrillator von Bernhard Kronenberger, Präsident des Rotary Clubs St. Wendel, entgegennehmen. Begleitet wurde die Übergabe von Martin Backes, dem Projektverantwortlichen des Clubs, sowie von Stefan Bytczek, Clubmeister. Bereits heute sind in unserer Gemeinde an verschiedenen Standorten Defibrillatoren vorhanden, zum Beispiel an der Kita Alsweiler, im Eingangsbereich des Rathauses, im Eingangsbereich der Mehrzweckhalle Urexweiler oder Grundschule Marpingen. Allerdings sind viele dieser Geräte nicht rund um die Uhr zugänglich. Genau hier setzt das Projekt an: Ziel ist der flächendeckende Aufbau von 24/7 erreichbaren Frühdefibrillatoren an zentralen und gut zugänglichen Orten im gesamten Landkreis. Hintergrund ist die nach wie vor hohe Zahl plötzlicher Herztodesfälle in Deutschland, bei denen jede Minute ohne Hilfe die Überlebenschancen deutlich verringert. Ein öffentlich zugänglicher Defibrillator kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Wir sind dankbar für die Initiative des Rotary Clubs und sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger.
Vom Rotary Club St. Wendel erhalten wir insgesamt vier Defibrillatoren. Geplant sind folgende öffentlich zugängliche Standorte: Tennisheim Urexweiler, Feuerwehrgerätehaus Berschweiler, Feuerwehrgerätehaus Alsweiler und der “Cashcube” der KSK. Die Geräte werden außen an den Gebäuden angebracht, so dass sie jederzeit gut erreichbar sind
Gemeinsam mit dem Rotary Club sowie der Gemeinde Tholey und der Stadt St. Wendel, die ebenfalls Teil der Pilotphase sind, soll ein starkes Zeichen für Vorsorge, Zusammenhalt und schnelle Hilfe im Notfall gesetzt werden. Im gesamten Landkreis ist geplant, rund 34 Geräte zu installieren und das Projekt damit weiter auszubauen.

Klimafreundliche Wärme für Berschweiler: Planung eines Nahwärmenetzes
Im letzten Gemeinderat wurde außerdem ein zukunftsweisendes Projekt für unseren Ortsteil Berschweiler vorgestellt: Gemeinsam mit der Kommunale Dienste Marpingen GmbH (KDM) prüfen wir den Aufbau eines klimafreundlichen Nahwärmenetzes. Ziel ist eine sichere, bezahlbare und langfristig stabile Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien sowie die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung.
Da Berschweiler nicht an ein Gasnetz angeschlossen ist, bietet ein Nahwärmenetz eine echte Alternative zu Öl oder anderen fossilen Heizsystemen. Im Fokus der Planungen steht insbesondere die Nutzung von Wärme aus Abwasser, ergänzt durch weitere erneuerbare Energiequellen wie Geothermie, Solarenergie oder Biomasse. Abwasser ist ganzjährig vorhanden und weist auch im Winter relativ konstante Temperaturen auf. Daher eignet sich Abwasser sehr gut als nachhaltige Wärmequelle.
Der Wärmebedarf der rund 475 Gebäude in Berschweiler beträgt nach aktuellem Stand rund 14 Gigawattstunden. Als sogenannte Ankerkunden sind unter anderem das Dorfgemeinschaftshaus und das Schullandheim vorgesehen. Die kommunale Wärmeplanung legt aufgrund der gegebenen Voraussetzungen einen besonderen Schwerpunkt auf Berschweiler. Die KDM untersuchte bereits, ob eine flächendeckende Versorgung technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist.
Diese Voruntersuchungen zeigen, dass insbesondere ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz großes Potenzial bietet. Dieses arbeitet mit niedrigen Netztemperaturen und nutzt in den angeschlossenen Gebäuden Wärmepumpen zur Temperaturanhebung. Das System gilt als besonders effizient, zukunftsfähig und flexibel, auch für unsanierte Bestandsgebäude.
Für die Bürgerinnen und Bürger bietet ein Nahwärmenetz viele Vorteile: planbare und voraussichtlich konkurrenzfähige Wärmepreise, geringere eigene Investitionen in neue Heiztechnik, weniger Wartungsaufwand sowie ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Energieunabhängigkeit.
Derzeit werden die technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen weiter konkretisiert. Im ersten Quartal 2026 ist eine Informationsveranstaltung geplant, bei der die Projektergebnisse, mögliche technische Konzepte und die nächsten Schritte ausführlich vorgestellt werden. Die Einladung hierzu erfolgt rechtzeitig durch die Kommunale Dienste Marpingen GmbH. Erst auf Basis der Erkenntnisse aus der Bürgerveranstaltung sowie den aktuellen technischen und wirtschaftlichen Analysen wird über eine konkrete Umsetzung entschieden werden können. Denn ohne die Bürgerinnen und Bürger, die sich anschließen lassen wollen, funktioniert ein solches System nicht, weshalb es uns wichtig ist die Menschen frühzeitig auf guter, solider Basis mitzunehmen.
Mit diesem Projekt wollen wir die Wärmewende vor Ort aktiv gestalten und prüfen, wie eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung für kommende Generationen aussehen kann.
Die Fastnachtsumzüge stehen vor der Tür
Nach den großartigen Kappensitzungen geht die fünfte Jahreszeit nun auch in unserer Gemeinde auf die Straßen! Den Auftakt macht am Samstag der Faasendumzug in Berschweiler, gefolgt vom Kinderfaschingsumzug in Alsweiler am Sonntag. Beide Umzüge versprechen jede Menge Spaß und eine super Stimmung für Groß und Klein. Den Abschluss der närrischen Tage bildet am Rosenmontag der große Umzug in Marpingen. Ich freue mich auf viele Faasendboooze, ausgelassene Feierlaune und eine tolle Atmosphäre.
Eine Übersicht zu den Umzügen finden Sie im Veranstaltungskalender auf unserer Internetseite www.marpingen.de oder auf unseren Social-Media-Kanälen. Unterstützen Sie unsere Karnevalvereine und besuchen Sie eine der zahlreichen Veranstaltungen – es lohnt sich auf jeden Fall!
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende und Alleh hopp!
Herzliche Grüße
Volker Weber
-Bürgermeister-