Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am Montag hat sich unsere Gemeinde gemeinsam mit vielen Städten und Gemeinden bundesweit am Aktionstag „Kommunen am Limit“ beteiligt. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Rathauses haben sich versammelt, um auf die zunehmend schwierige finanzielle Situation der Kommunen aufmerksam zu machen.
Die Kommunen in Deutschland – aber gerade auch im Saarland – sind nicht erst seit heute an ihrem Limit. Seit Jahren übernehmen Städte und Gemeinden immer mehr Aufgaben, die ihnen vom Bund übertragen werden. Gleichzeitig fehlt vielerorts die notwendige finanzielle Ausstattung, um diese Aufgaben dauerhaft und in der erforderlichen Qualität erfüllen zu können.
Dabei betrifft die Arbeit der Kommunen unser tägliches Leben unmittelbar: Kindertagesstätten, Schulen, Feuerwehren, Straßen, Sportstätten, Spielplätze, Kultur- und Freizeitangebote sowie viele weitere öffentliche Einrichtungen werden vor Ort organisiert, finanziert und unterhalten. Hier erleben die Menschen tagtäglich, ob unser Staat funktioniert – nicht in Berlin, sondern direkt vor ihrer eigenen Haustür.
Um diese Entwicklung sichtbar zu machen, wurden in unserer Gemeinde verschiedene kommunale Gebäude symbolisch „gesperrt“. Mit Absperrbändern und Informationsschildern weisen wir darauf hin, welche Einrichtungen und Angebote langfristig gefährdet sein können, wenn die finanziellen Spielräume der Kommunen immer weiter eingeschränkt werden. Selbstverständlich bleiben alle Gebäude weiterhin geöffnet und zugänglich.
Kommunen sind weit mehr als reine Dienstleister staatlicher Aufgaben. Sie schaffen Räume für Begegnung, Kultur, Sport, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vereine, Initiativen und das freiwillige Engagement vieler Menschen machen unsere Gemeinde lebendig und stärken unsere Demokratie vor Ort.
Deshalb braucht es jetzt ein klares Umdenken auf Bundesebene: Wer den Kommunen zusätzliche Aufgaben überträgt, muss auch für eine auskömmliche Finanzierung sorgen. Das Konnexitätsprinzip darf kein politisches Schlagwort bleiben, sondern muss konsequent umgesetzt werden in Zukunft, aber auch für Dinge aus der Vergangenheit. Die Zeit wohlklingender Ankündigungen muss vorbei sein. Was die Kommunen brauchen, sind verlässliche Rahmenbedingungen, eine nachhaltige finanzielle Ausstattung und echte Lösungen für die Herausforderungen vor Ort. Nur handlungsfähige Städte und Gemeinden können auch künftig gewährleisten, dass Bürgerinnen und Bürger einen funktionierenden Staat und eine funktionierende Demokratie erleben.
Mit dem Aktionstag „Kommunen am Limit“ setzen wir gemeinsam ein Zeichen für starke Kommunen, verlässliche Finanzierung und mehr Handlungsspielräume vor Ort. Denn starke Kommunen sind die Grundlage eines starken Landes, einer starken Demokratie und eines starken Gemeinwesens.

Kinderflämmchen für unsere Löschbiber – und ein neues Rauchhaus für die Brandschutzerziehung
Am 18. Juni war ein besonderer Tag für unsere Kinderfeuerwehr „Löschbiber“: Zahlreiche Kinder konnten vor kurzem erfolgreich das Kinderflämmchen der Stufen 1 und 2 ablegen und ihre verdienten Auszeichnungen entgegennehmen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!
Ein großes Dankeschön gilt Rita, Eva und Thomas, die unsere Nachwuchsfeuerwehr mit viel Herzblut, Geduld und Engagement betreuen und die Kinder auf diesen Tag vorbereitet haben. Ohne Menschen wie sie wäre eine so erfolgreiche Kinderfeuerwehrarbeit nicht möglich.
Im Anschluss durfte noch ein besonderes Projekt offiziell übergeben werden: ein neues Rauchhaus für die Brandschutzerziehung. Mit diesem Modell können künftig wichtige Themen anschaulich vermittelt werden – etwa wie sich Rauch in Gebäuden ausbreitet, welche Folgen offene Türen bei einem Brand haben oder wie eine Überdruckbelüftung funktioniert.
Mitgefördert wurde das Rauchhaus durch den Kreisfeuerwehrverband, wofür wir uns herzlich bedanken. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit unserem Wehrführer Marco Jochem und seinem Stellvertreter Ingo Michel dieses Projekt für unsere Kinderfeuerwehr ermöglichen konnten. Damit investieren wir nicht nur in moderne Brandschutzerziehung, sondern vor allem in die Zukunft unserer Feuerwehr.
Vielen Dank an alle, die sich mit großem Einsatz für unsere Löschbiber engagieren. Ihr leistet großartige und unverzichtbare Arbeit!

Einladung zur “Italienischen Nacht“
Morgen lädt die Gemeinde Marpingen gemeinsam mit dem Deutsch-Italienischen Bildungs- und Kulturinstitut (DIBK) zur achten „Italienischen Nacht“ auf dem Marktplatz in Marpingen ein. Die Italienische Nacht ist jedes Jahr ein Höhepunkt unseres umfangreichen Kulturprogramms. Als eine der größten Veranstaltungen unserer Gemeinde erfreut sie sich weit über die Kreisgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr zog das Fest bei ebenfalls sommerlich heißen Temperaturen rund 4.000 Besucherinnen und Besucher nach Marpingen.
Ich freue mich auch in diesem Jahr auf zahlreiche Gäste von nah und fern auf unserer kleinen Piazza mitten in Marpingen. Freuen Sie sich auf gute Stimmung, italienische Köstlichkeiten, erlesene Weine und tolle Musik – kurzum auf einen Abend voller italienischem Lebensgefühl und la dolce vita.
Wir haben lange im Vorfeld abgewogen und diskutiert, wie wir mit dieser Veranstaltung aufgrund der besonders hohen Temperaturen umgehen. Wir haben im Rahmen der Beschattung weiter nachgebessert und weitere Sonnenschirme geordert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass jede Bürgerin und jeder Bürger selbst und frei entscheiden kann, ob die Hitze erträglich erscheint, um die Italienische Nacht zu besuchen. Zudem beginnen wir die Veranstaltung erst am Abend, wenn die Hitzebelastung schon etwas reduzierter sein wird.
Darüber hinaus haben wir die Brandwache und die Sanitäteranzahl aufgestockt – sollte es doch zu einem gesundheitlichen Problem kommen, kann schnell gehandelt werden. Dennoch gilt natürlich auch Eigenvorsorge zu treffen und auf seinen Körper und ggfs. Symptome zu achten – auch bei unseren Mitmenschen.
Ich möchte an dieser Stelle schon ganz besonders den Akteuren der Italienischen Nacht danken, die ebenfalls an der Veranstaltung festhalten wollen. Ohne die Standbetreiber, die Band und die Modenschau wäre es nicht unsere Italienische Nacht, wie wir sie kennen. Ein ganz großer Dank möchte ich an unsere Mitarbeiter des Bauhofes richten, die im Vorfeld bei den sehr hohen Temperaturen die Infrastruktur herstellen, damit die Veranstaltung stattfinden kann und später auch abgebaut wird. Ganz große Leistung und vielen herzlichen Dank für eure Arbeit!
Wir hoffen gemeinsam auf eine ausgelassene und schöne Italienische Nacht auf unserer Piazza.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße
Volker Weber
-Bürgermeister-