Der Bürgerbrief des Bürgermeisters – KW34
21. August 2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

das vergangene Wochenende hat uns in unserer Region einmal mehr gezeigt, wie schnell sich eine zunächst lokale Situation zu einem großen und fordernden Einsatz entwickeln kann. Gleichzeitig hat es aber auch gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen füreinander einstehen und gemeinsam anpacken. 

Waldbrand zwischen Hirzweiler und Wustweiler 

Am vergangenen Sonntag, dem 16. August, ist zwischen Hirzweiler und Wustweiler ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer breitete sich auf eine Fläche von rund 18 Hektar aus und entwickelte sich damit zu einem der größten Waldbrände, die das Saarland seit Jahrzehnten erlebt hat. 

Mittlerweile gibt es erfreuliche Nachrichten: Der Brand ist gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis Mittwochabend an. Grund dafür waren die Glutnester im Waldboden. Diese wurden aber gezielt aufgespürt und abgelöscht werden. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei unter anderem durch Drohnen, mit denen die Brandfläche aus der Luft auf mögliche Hotspots kontrolliert wurden. Auch der einsetzende Regen hat die Einsatzmaßnahmen zuletzt unterstützt. Dennoch wird das Brandgebiet weiterhin engmaschig überwacht. 

Besonders wichtig ist: Das gesamte betroffene Waldgebiet bleibt weiterhin gesperrt. Bitte betreten Sie das Einsatzgebiet nicht und halten Sie die Zufahrtswege unbedingt frei. Auch die Feuerwehren unserer Gemeinde waren von Beginn an Teil dieses großen Einsatzes. Unsere Löschbezirke Urexweiler, Alsweiler, Marpingen und Berschweiler unterstützten die Löscharbeiten über viele Stunden. In Urexweiler wurden unter anderem drei Wasserentnahmestellen eingerichtet, um die Versorgung der Tanklöschfahrzeuge und weiterer wasserführender Fahrzeuge sicherzustellen. Unsere Einsatzkräfte unterstützten zudem über viele Stunden direkt an der Einsatzstelle bei der Löschwasserversorgung, der Brandbekämpfung und den Nachlöscharbeiten. Später wurde die Wasserentnahme vom Löschbezirk Alsweiler am Weiher des ASV bis tief in die Nacht umgesetzt. 

Insgesamt waren während des gesamten Einsatzes mehr als 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DRK und weiteren Hilfsorganisationen im Einsatz. Feuerwehren aus dem gesamten Saarland, Kräfte aus Rheinland-Pfalz, ein Spezialteam aus Luxemburg sowie zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer arbeiteten gemeinsam daran, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Auch zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte unterstützten die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen und Wassertanks. 

Mein besonderer Dank gilt deshalb unseren Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, die sich dieser schwierigen und kräftezehrenden Aufgabe gestellt haben – und das nicht nur bei diesem Einsatz, sondern auch den zahlreichen Einsätzen in den letzten Tagen. Ebenso danke ich allen weiteren Einsatzkräften und Hilfsorganisationen, den beteiligten Landwirtinnen und Landwirten, den Unternehmen sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die die Einsatzkräfte mit Wasser, Getränken und Essen unterstützt haben. 

Gerade in einer solchen Situation zeigt sich, was Zusammenhalt und gelebte Solidarität bedeuten. Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen haben angepackt und geholfen. Hauptamtliche und ehrenamtliche Einsatzkräfte, Landwirte, Unternehmen, Hilfsorganisationen und die Bevölkerung. Diese beeindruckende Gemeinschaftsleistung ist herausragend und verdient den größten Respekt. 

Leider wurden im Verlauf des Einsatzes auch mehrere Einsatzkräfte, keine aus unserer Gemeinde, verletzt. Ihnen allen wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. 

Marpinger Kerb – Turbulenter Beginn und ein tolles Fest 

Ein anderes Brandereignis sorgte auch dafür, dass der Ablauf der Kirmes – zumindest für mich – anders ablief als erwartet. Am Samstagnachmittag trat auf einmal ein starker Rauch in unseren Ortschaften auf und sorgte für sehr schlechte Sicht und Geruchsbelästigung. Diesen Rauch nahmen viele Mitbürger sehr ernst, infolgedessen wählten besorgte Bürgerinnen und Bürger den Notruf, um dieses Ereignis zu melden. Da die Lage sehr flächendeckend im gesamten Landkreis und später im ganzen Land stattfand riefen viele tausende Menschen an und legten somit die Notrufnummern lahm. 

Für unsere Feuerwehr, die als erstes schon nach Otzenhausen gerufen wurde, und mich, bedeutete es, dass wir erst klären mussten, ob nicht doch auch ein Brand in unserer Gemeinde die Ursache für die Rauchentwicklung sein könnte.  

Flugzeuge unseres Segelflughafens, die sich noch in der Luft befanden wurden gebeten sich ein Bild von unserer Gemeinde aus der Luft zu machen, um dann eventuelle Brandherde zu melden. Zudem stand ich in einem engen Austausch mit meinem Wehrführer, meinen Bürgermeisterkollegen im Landkreis, sowie dem Kreisbrandinspekteur. 
 

Da die Lage am Anfang unklar war und es mir aber wichtig war und ist, dass die Bürgerinnen und Bürger schnell informiert werden können, konnte ich leider kurzfristig nicht den Fassbieranstich auf der Kirmes selbst durchführen. Ich danke hier meinem 1. Beigeordneten René Rohner, der sich erfreulicherweise bereits auf dem Kirmesplatz befand und sich auf meine Anfrage hin kurz vor der Eröffnung dazu bereit erklärte meine Vertretung zu übernehmen.  

Zu diesem Zeitpunkt stand auch noch im Raum abzuklären, ob Veranstaltungen abgesagt werden müssen und ob nicht doch noch größere Brandereignisse im Landkreis stattfinden.  

Später stellte sich heraus, dass die Rauchwolke aus den Bränden von NRW, Belgien und Rheinland-Pfalz stammen und unser Landkreis nicht betroffen war. Die Feuerwehren blieben dennoch eine gewisse Zeit an den Gerätehäusern in Alarmbereitschaft, bis sich die Lage an den Notrufnummern wieder normalisierte. 

So begann unsere Kirmes sehr turbulent, aber dennoch feierten wir vier Tage mit tollen Schaustellern, Fahrgeschäften, leckerem Essen, guter Musik, einem tollen Joohrgang und kühlen Getränken. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit mussten wir in diesem Jahr auch auf das traditionelle Feuerwerk verzichten. Stattdessen konnten die Besucherinnen und Besucher eine Lasershow auf dem Kirmesplatz erleben. 

Mein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen unserer Marpinger Kerb beigetragen haben. Insbesondere den Schaustellerinnen und Schaustellern, den beteiligten Vereinen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Helferinnen und Helfern und natürlich auch dem Joohrgang. 

Es war, wie in jedem Jahr, eine schöne Kerb und ich freue mich bereits auf das nächste Jahr! 

Open Air Kino: Ratatouille & Top Gun: Maverick 

Und auch an diesem Wochenende steht bereits der nächste schöne Programmpunkt unseres Kulturprogramms an: Unser Open Air Kino beim Reit- und Fahrverein Alstal. 

Gleich zwei Filme werden an diesem Tag gezeigt: 

18:00 Uhr – Ratatouille 
21:30 Uhr – Top Gun: Maverick 

Und für alle, die angesichts der Wettervorhersage noch etwas skeptisch sind: Das Open Air Kino fällt bei Regen nicht ins Wasser. Sollte das Wetter nicht mitspielen, ziehen wir in die Reithalle des Reit- und Fahrvereins Alstal um. 

Auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen. Für beide Vorführungen wird es eine “Abendkasse” geben, für den Kinderfilm ist der Eintritt weiterhin kostenlos. Das Ticket für die Abendvorstellung kostet, wie auch im Vorverkauf, 5 €. 

Also: Campingstuhl einpacken, Freunde und Familie mitbringen und einen besonderen Kinoabend genießen! 

Für das leibliche Wohl sorgt der Reitverein mit Würstchen, Grillkäse und Getränken. Andrés Flaschenpost versorgt die Filmliebhaber mit Wein und spritzigen Getränken, selbstverständlich auch alkoholfrei. Und unser Jugendbüro sorgt mit kostenlosem Popcorn für echtes Kinofeeling. 

Ich freue mich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf einen schönen gemeinsamen Kinoabend und wünsche allen ein schönes Wochenende! 

Herzliche Grüße 
Volker Weber 
-Bürgermeister-