Rundwanderwege


Rundwanderwege in der Gemeinde  Marpingen

Marpinger Route (Kennzeichnung M1)

Länge: ca. 18 km
Gehzeit: ca. 4,5 bis 5 Stunden
Ausgangspunkt: Ortsteil Rheinstraße; Festplatz an der Kreuzung Rheinstraße – Habenichts – Marpingen
Profil: Anspruchsvoll, großenteils asphaltierte Wege, längere Steigungen:

  • ca. 12 % über 2,5 km von der Wendalinusstraße in Alsweiler zur Rheinstraße
  • ca. 12 % in Berschweiler von der Straße Am Höhbüsch hinauf in Richtung Segelflugplatz
Wegführung: Der Marpinger Rundwanderweg beginnt „hoch über den Dächern“ von Marpingen im Ortsteil Rheinstraße und führt auf einer Strecke von 18 km durch eine wald-, wiesen- und aussichtsreiche Landschaft. Am Start und Ziel, dem höchsten Punkt des Wanderwegs, steht auch die erste Sehenswürdigkeit: die von den Bewohnern der Rheinstraße erbaute Johannes-Kapelle. Gleichzeitig kann der Wanderer von dieser Stelle aus den Blick in nordöstlicher Richtung an der Kreisstadt
St. Wendel vorbei bis zum ca. 13 km entfernten Weiselberg bei Oberkirchen streifen lassen. Auch in die andere Himmelsrichtung eröffnet sich schon bald eine freie und weite Sicht über abwechslungsreiche und von einer interessanten Formvielfalt geprägte Landschaftsbilder, bis der Blick am 569 m hohen Schaumberg, einer der  höchsten Erhebungen des Saarlandes, oder an den anderen umgrenzenden Höhenrücken haften bleibt. Sowohl der erste als auch der letzte Streckenabschnitt liegen auf einem wahrhaft historischen Weg, der so genannten „Römerstraße“. Hier waren schon vor mehr als 2.000 Jahren Menschen unterwegs, darunter römische Soldaten, Kaufleute und Reisende. Was sich heute als idyllischer Waldweg darstellt, war damals und noch viele Jahrhunderte später als Verbindung der Städte Trier und Straßburg eine der wichtigsten Verkehrsstraßen. Auch im weiteren Verlauf des Weges stößt der Wanderer auf kulturhistorisch bedeutsame Stätten, darunter keltische Hügelgräber, die Pfarrkirchen in Berschweiler, Marpingen und Alsweiler, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Marienverehrungsstätte im Härtelwald, die Marpingen bereits 1876 den Ruf eines „Deutschen Lourdes“ einbrachte, und zu guter Letzt das „Hiwwelhaus“ in Alsweiler, das vermutlich älteste in seiner Originalität erhaltene Bauernhaus dieses Stils im Saarland. Daneben gibt es unmittelbar an der Wegstrecke sehenswerte Stätten jüngeren Datums, z.B. das im Jahr 1995 anlässlich 50 Jahre Frieden in Deutschland auf der Rheinstraße errichtete Friedenskreuz oder das weitläufige Segelfluggelände, das als Landesleistungszentrum der Segelflieger im Saarland hohen Ansprüchen an diesen wunderschönen Sport genügt. Immer wieder erlebt der Wanderer den lebhaften und reizvollen Wechsel von unterschiedlichen Höhen mit mehr oder weniger geneigten Hängen sowie engen und weiten Tälern.

Urexweiler Route (Kennzeichnung U1)

Länge: ca. 10 km
Gehzeit: ca. 2,5 bis 3 Stunden
Ausgangspunkt: Brühlgelände, Nähe Grundschule und Sportplatz
Profil: anspruchsvoll; recht schattig, da viele bewaltete Abschnitte; mit Ausnahme der Steigung zur Habenichts von ca 10 % auf 350 m recht ebenes Gelände; 50 % der Wege asphaltiert
Wegführung: Der Urexweiler Rundwanderweg beginnt mitten in Urexweiler, im Freizeitgelände „im Brühl“. Neben einem Naturrasenplatz, Tennisplätzen und einem Ärztezentrum befindet sich am Startpunkt auch ein kleines Hallenbad. Nach einer Strecke von knapp 3 km, die nach dem Verlassen der Ortslage überwiegend an großflächigen Wiesen und Wäldern mit weiter Rundumsicht entlang führt, erreicht der Wanderer den mit 415 Höhenmeter höchsten Punkt dieses ebenso kurzen wie reizvollen Rundwanderweges. Gleichzeitig stößt er auf die geschichtsträchtige „Römerstraße“, die nach ihrem Bau durch die Römer als Verbindung zwischen Straßburg und Trier über Jahrhunderte eine der wichtigsten Verkehrsachsen bildete. Auf diesem Höhenrücken, der gleichzeitig Wasserscheide zwischen Bliestal und Illtal ist, bietet sich dem Wanderer in westlicher und vor allem in südlicher Richtung eine herrliche und viele Kilometer weit reichende Aussicht über das „Herz“ des Saarlandes. Nach wenigen hundert Metern verlässt der Weg  die „Römerstraße“, führt aber weiterhin über den Höhenzug. Nun bestimmen mehrere Kilometer weit abwechslungsreicher Wald und geschwungene, teils naturbelassene Wege die Szenerie, bis die Route – nahe des Urexweiler Ortsteils Habenichts und knapp 500 m von einem keltischen Hügelgrab entfernt – auf die „Römerstraße“ zurückführt. Die Schlussphase der Wanderung ähnelt dem ersten Streckenabschnitt: eine vielgestaltige Feld- und Wiesenflur prägt erneut das Bild. Und wer sich nach der Wanderung noch erfrischen will, kann zum Abschluss seiner Tour im Hallenbad in Urexweiler ein Bad nehmen.